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Sonntag, 20. Mai 2012
Schüleraustauschfahrt nach Boulogne [FS] Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mechthild Niesen-Bolm   
Montag, den 06. Dezember 2004 um 09:00 Uhr

Fachbereich Fremdsprachen Fritz-Karsen-Schule BerlinUnsere Schüleraustauschfahrt nach Boulogne
vom 7. bis zum 18. November 2004

Wie in jedem Schuljahr machten auch diesmal die Französischkurse des neunten Jahrgangs eine Schüleraustauschfahrt. Unsere neue Partnerschule, über die ihr euch im Internet informieren könnt, ist das Collège Bartholdi in Boulogne.

Boulogne (Métro-Station: Boulogne-Billancourt) liegt im Süd-Westen von Paris und ist seit fast 50 Jahren die Partnerstadt von Berlin-Neukölln. Auf dem Platz vor dem Rathaus Neukölln könnt ihr das Wappen finden. Bartoldi, der Namenspatron der Schule, ist der Bildhauer, der die Freiheitsstatue (New-York) entworfen hat. Das Original dieser Statue stellt übrigens ein Symbol der Französischen Revolution dar. Sie steht in Paris, ist aber sehr viel kleiner als die vergrößerte amerikanische Kopie. Diese Freiheitsstatue ist auch das Logo unserer Partnerschule.

Austauschfahrt bedeutet, dass die Schüler in den Familien ihrer Partner (Correspondants) wohnen und somit am alltäglichen Familienleben teilnehmen. Wir hatten uns vorher schon in Briefen und e-Mails gegenseitig vorgestellt und miteinander korrespondiert. Trotzdem waren wir alle ziemlich aufgeregt und ängstlich, als wir uns am Bahnhof zum ersten Mal gegenüberstanden. Zuerst war dann auch die Verständigung etwas schwierig, aber mit der Zeit wurde sie immer besser. Unsere Gasteltern gaben sich viel Mühe, uns das Leben angenehm zu machen. An einem Wochenende durften viele von uns gemeinsam mit ihren Correspondants nach Euro-Disney fahren. Das hat einen Heidenspaß gemacht. Die Achterbahnen, die Walt-Disney-Figuren - es sah aus wie in einem Märchentraum.

Das Programm an den Wochentagen war vielfältig. Wir gingen jeden Tag mit unseren Partnern zur Schule. Dort trafen wir uns und hatten natürtlich erstmal viel zu erzählen. An einigen Tagen nahmen wir in kleinen Gruppen vormittags an verschiedenen Unterrichtsstunden teil. Die Schüler haben dort keine Klassenräume, sondern gehen zu ihren Lehrern in die Fachräume. Wir fanden seltsam, dass die Lehrer immer auf einem Podest stehen und dass die Schüler bei manchen Lehrern aufstehen müssen. Mittags gab es dann für einige ein Essen in der Kantine. Während für die französischen Schüler nachmittags wieder Unterricht stattfand, sind wir mit unseren Lehrern, Frau Hannemann und Frau Stölting, nach Paris gefahren. Mit der Métro – wir hatten alle eine Dauerkarte – kamen wir bequem zu allen Sehenswürdigkeiten. Diese haben wir in den zwölf Tagen wohl alle zu sehen bekommen: eine Seine-Fahrt mit dem "Bateau-Mouches", der Blick auf Paris vom Eiffelturm und vom Mont Martre, die Besichtigung des "Musée d’Orsay", das früher mal ein Bahnhof war und heute Werke bekannter impressionistischer Künstler (u.a. Monet, Manet, Degas) enthält, ein Blick in den Louvre (das "längste Museums der Welt"), wo die Mona Lisa steht, Notre Dame, das Centre Pompidou, der Arc de Triumphe, die Prachtsraße "Champs Elysées" und, nicht zu vergessen, ein Ausflug nach Versailles zum Schloss Ludwig XIV. Glanzvoller Höhepunkt des Programms war eine gemeinsame Fahrt mit den Franzosen nach Honfleur in die Normandie.

Die Tage vergingen wie im Flug. Vergessen war die Ängstlichkeit der ersten Tage. Trotzdem war die Vorfreude groß, als wir wieder im Zug nach Berlin saßen. Bestimmt machen unsere Korrespondenten ähnliche Erfahrungen, wenn sie im April 2005 zu uns nach Berlin kommen. Darauf freuen wir uns schon und hoffen, dass sie ebenso viel Spaß haben werden wie wir.

Berlin, 6. Dezember 2004
Die Schüler der Klasse 9.3